Schweizer Rechenzentren verbrauchen weniger Strom als erwartet
Die Digitalisierung schreitet voran und der Bedarf an Rechenleistung wächst stetig. Umso überraschender ist das Ergebnis der neuen Studie des Bundesamts für Energie (BFE): Der Stromverbrauch der Schweizer Rechenzentren fällt deutlich tiefer aus als frühere Prognosen erwarten liessen.
Zwar ist der Stromverbrauch seit 2019 auf rund 2,1 Terawattstunden gestiegen. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass moderne Rechenzentren heute deutlich effizienter arbeiten. Fortschritte bei Virtualisierung, Kühlung und Hardware tragen dazu bei, den steigenden Bedarf an Rechenleistung energieeffizient zu bewältigen.
Ein weiterer Grund für diese Entwicklung ist die zunehmende Verlagerung von IT-Infrastrukturen in professionelle Rechenzentren und Cloud-Umgebungen. Dadurch sinkt oder stagniert der Stromverbrauch vieler unternehmensinterner Rechenzentren. Auch Künstliche Intelligenz spielt beim Stromverbrauch in der Schweiz derzeit noch eine untergeordnete Rolle.
Für die Studie griffen die Autoren auf Marktdaten von Profondia zurück. Diese dienten dazu, Unternehmen mit relevantem IT-Infrastrukturbedarf sowie Rechenzentrums- und Cloud-Anbieter in der Schweiz zu identifizieren und die Zielgruppe für die Erhebung zu definieren.
Die vollständige Studie des Bundesamts für Energie bietet vertiefte Einblicke in die Entwicklung der Schweizer Rechenzentren, die Energieeffizienz, den Einfluss von Cloud und KI sowie die Prognosen bis 2030.
